Geschichte
IBBY
1952 wurde das Internationale Kuratorium für das Jugendbuch IBBY, eine mit der UNESCO und UNICEF assoziierte Organisation mit Sitz in der Schweiz, gegründet. In dieser Organisation sind heute rund 60 Nationen vertreten. Eines ihrer wichtigsten Ziele ist, durch Kinder- und Jugendliteratur weltweit zum besseren gegenseitigen Verständnis beizutragen. Alle zwei Jahre vergibt sie den Hans Christian Andersen-Preis, die wichtigste internationale Auszeichnung im Bereich Kinder- und Jugendliteratur, auch „der kleine Nobelpreis“ genannt. Im Jahre 2002 Jahr tagte der Jubiläumskongress in Basel.

SBJ
1953 wurde in Zürich der Schweizerische Bund für Jugendliteratur (SBJ) als Schweizer Sektion von IBBY gegründet. Acht Kantons- und Regionalgruppen unterstützten seine Arbeit. Der SBJ hatte sich zum Ziel gesetzt, bei Kindern und Jugendlichen, in Schule und Familie das Interesse an der Kinder- und Jugendliteratur zu fördern. Mit verschiedenen Projekten, Publikationen und Veranstaltungen bot er eine reichhaltige Informationspalette.

SJI
Das Schweizerische Jugendbuchinstitut in Zürich wurde 1968 gegründet. Es dokumentierte die nationale und internationale Kinder- und Jugendliteratur, unterstützte deren Erforschung und regte wissenschaftliche Arbeiten an, auch durch eigene Forschungstätigkeiten und Publikationen. Es verstand sich als Ort der Begegnung für alle Interessierten und unterstützte deren Aktivitäten durch Aus- und Weiterbildungsangebote, Publikationen und Ausstellungen.

SIKJM
Am 1. Januar 2002 wurde das Schweizerische Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) mit dem Hauptsitz in Zürich gegründet. Es ging aus den zwei oben erwähnten erfahrenen Trägern der Lesekultur hervor, dem Schweizerischen Jugendbuch-Institut (SJI) und dem Schweizerischen Bund für Jugendliteratur (SBJ). Deren Kräfte, Know-how, wissenschaftliche und praxisbezogene Kompetenz waren jetzt im neuen Institut konzentriert und sollten zu noch effizienterer Leseförderung und Medienkompetenz unserer Kinder führen. Hinter dem Zusammenschluss standen die beiden Bundesämter für Kultur BAK sowie für Bildung und Wissenschaft BBW. Sie stellten für die Konzeptarbeit und Organisationsentwicklung Ressourcen zur Verfügung.
Ziele des SIKJM sind die Förderung der Lese- und Medienkompetenz, die Entwicklung und Umsetzung gesamtschweizerischer Projekte zusammen mit regionalen Organisationen, wissenschaftliche Forschung und Verknüpfung der Forschungsergebnisse mit der Praxis, Publikationen mit Nutzwert für spezifische Zielpublika, Events, Öffentlichkeitsarbeit, Literaturförderung, Dokumentation, Information, Internationale Vernetzung.

KJM Ostschweiz
Im Herbst 2002 wurde der Verein Kinder- und Jugendmedien Ostschweiz (KJM Ostschweiz) gegründet. Er ist in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden, Glarus, Schaffhausen, St. Gallen sowie Thurgau aktiv und der lokale Partner von Kinder- und Jugendmedien Schweiz. Als Regionalorganisation ist er ein ganz wichtiges Glied zwischen dem Institut und seinem Zielpublikum, den Kindern, Jugendlichen, Lehrenden sowie Bibliothekarinnen und Bibliothekaren. Er kann die im Institut entwickelten Projekte nämlich besser umsetzen, koordinieren und multiplizieren, weil er einen Schritt näher bei eben diesem Zielpublikum steht. Wichtig ist dabei aber auch, dass er bestehende Projekte abändern oder erweitern und neue regionale Projekte entwickeln kann.
aktueller Vorstand:
